Schleifprozesse sollten wenn immer möglich gekühlt durchgeführt werden. Im Vergleich zum Trockenschleifen verbessert sich im Nassschliff die Standzeit der Schleifscheibe wesentlich und die Gefahr thermischer Beschädigungen am Werkstück nimmt drastisch ab. Im Weiteren sind beim Schleifen mit Kühlung erheblich grössere Abtragsleistungen möglich, woran schlussendlich die Wirtschaftlichkeit einer Schleifoperation gemessen wird.

Speziell beim Einsatz von CBN-Schleifwerkzeugen hat sich die Verwendung von reinem Schleiföl als Kühlmittel bestens bewährt. Die Standzeit der Schleifscheibe ist im Vergleich mit anderen Kühlmedien um bis zu Faktor 3 höher.

Sehr wichtige Kriterien einer erfolgreichen Kühlung im Schleifprozess sind die Positionierung und Auslegung der Düse sowie der Kühlmitteldruck.
So sollte der Kühlmittelstrahl in einem Winkel von 20°, möglichst nahe der Schleifkontaktzone, auf die Schleifscheibe treffen.

Düsenpositionierung
Duesenpositionierung

Die Austrittsmündung der Düse sollte scharfkantig, frei von Beschädigungen und nur minimal breiter als der Schleifbelag sein (zum Beispiel Schleifscheibe 10 mm / Düse 11 mm breit).

Um die Effizienz der Kühlung zu gewährleisten, sollte die Austrittsgeschwindigkeit an der Düse des Kühlmittels möglichst jener der Schleifscheiben-Umfangsgeschwindigkeit (Vs) entsprechen. Der erforderliche Kühlmitteldruck (pk) kann der Tabelle entnommen werden:

Scheibengeschwindigkeit (Vs) und erforderlicher Kühlmitteldruck (pk) an der Düse

Scheibengeschwindigkeit

 


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Vom 14. bis 17. Februar 2017, finden Sie uns wieder auf der Turning Day Süd-Messe in Friedrichshafen in Deutschland. 

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